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Projekt SpiReg

Stand: April 2026

Derzeit hat die öffentliche Spitex Region Sempach und Umgebung einen Vorsorgeauftrag der Gemeinde Hildisrieden. Weiter existieren diverse öffentliche Spitex-Organisationen in der Planungsregion Sursee. Im Jahr 2023 wurde diese Struktur in einem Projekt überprüft. Die Projektgruppe kam zum Schluss, dass eine gemeinsame Spitex-Organisation mit regionalen Stützpunkten geschaffen werden soll, um so den Herausforderungen der ambulanten Versorgung (ambulant vor stationär) gewachsen zu sein.

Mitte 2024 hat die Projektgruppe den Auftrag erhalten, ein Umsetzungsprojekt auszuarbeiten. Diese Konzeptarbeiten wurden 2025 fortgesetzt mit dem Ziel, die neue Struktur bis Mitte 2026 einzuführen. Die Spitex-Organisationen unterstützten das Projekt. Die Differenzen, die sich aus der Vernehmlassung ergaben, wurden, soweit möglich, im Rahmen eines Workshops bereinigt. Anschliessend wurde das definitive Konzept erarbeitet und den Spitex-Vorständen sowie den Gemeinden zur Entscheidung vorgelegt. Alle Gemeinden haben der Gründung der neuen Organisation definitiv zugestimmt!

Die beteiligten Spitex-Organisationen sowie die Gemeinden Buttisholz, Eich, Grosswangen, Hildisrieden, Neuenkirch, Nottwil, Rain, Rothenburg, Ruswil, Sempach und Triengen haben sich damit entschieden, für die neue Trägerschaft gemeinsam eine gemeinnützige Aktiengesellschaft mit dem Namen Spitex Sempachersee Plus zu gründen. Es entsteht dadurch die zweitgrösste Spitex-Organisation im Kanton Luzern.

Folgender Mehrwert soll die Neustrukturierung mit sich bringen:

  • Langfristige Sicherstellung der Spitex-Leistungen und somit Gewährleistung der Versorgungspflicht
  • Stärkung der Spitex in qualitativ, wie auch in quantitativer Hinsicht (Erreichbarkeit, Dienstleistungsangebot, usw.)
  • Attraktive Arbeitsbedingungen mit Möglichkeiten, sich zu spezialisieren sowie Sicherung der Stellvertretungen

Die neue Organisation schafft Synergien und Effizienzgewinne, ohne die lokale Verwurzelung zu verlieren. Sie ist als zukunftsfähige Antwort auf die Anforderungen einer wachsenden, alternden und anspruchsvoller werdenden Bevölkerung konzipiert und bietet den Gemeinden eine leistungsstarke Partnerin in der Sicherung der ambulanten Versorgung. Die BDO AG erstellte einen Bericht zu den Finanzen. Dieser zeigt auf, dass durch die Bündelung der Kräfte zusätzliche Synergien entstehen, die sich mittelfristig auch finanziell positiv auswirken. Im Vordergrund steht aber nicht der finanzielle Nutzen, sondern die Stärkung des Angebots und der Arbeitgeberattraktivität.

Die Gründung erfolgt in mehreren Schritten: Bis Ende Mai 2026 wird der Verwaltungsrat bestimmt. Die juristische Gründung erfolgt im Sommer, anschliessend müssen die Betriebsbewilligung und die Krankenkassenanerkennung erlangt sowie die Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Im Herbst wird ein Förderverein gegründet, in welchen die bestehenden zweckgebundenen Fonds der bisherigen Spitex-Organisationen übertragen werden. Die bisherigen Vereinsmitglieder können diesem neuen Förderverein beitreten.

Per Januar 2027 wird die neue Organisation ihren operativen Betrieb aufnehmen.